Archiv für 'Kommunikation'Kategorie
Mai 14, 2008

www.ecocho.com - the search engine that grows trees.
Für 1000 Suchanfragen über Ecocho, unterstützt das Unternehmen das Wachstum zweier Bäume, um so die Treibhausgaseemmissionen zu verringern, die durch die Verwendung von Millionen Computern jeden Tag verursacht werden.
Nachdem ich gestern versucht habe, über Easyjet einen Flug nach London zu buchen und mir auf der Website angeboten wurde, mein schlechtes Gewissen über die 175kg Kohlendioxid, die ich mit dem Flug verursache, mit der Zahlung von 3,50 Euro zu beruhigen, ist mir inzwischen schlecht vor lauter neumodischen Ablasshandeln, die dem Neo-Öko heutzutage heutzutage angeboten werden.
Ecocho ist wieder ein solches Produkt zum “Besserfühlen”. Dabei fühle ich mich nicht besser, nur weil ich jetzt bei eine fair gehandelten, ökologisch korrekten und biologisch abbaubaren Suchseite suche.
Oder:
Wie wär’s zum Beispiel mit Öko-Schlüpfern aus Hanf, Bambus, Bio-Baumwolle oder ökologischer Seide?
Was für eine merkwürdige “feel good” Welt….
Danke an Johannes!!
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Tags: Ökoligisch, Ecocho, Green, Ivy, Search Engine, Suchseite
März 8, 2008
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Tags: Motion, Schweppes, Slomo, Slow, Slow Motion, Werbung
Februar 7, 2008

Selten so gelacht….
Eine Reporterin des bayerischen Rundfunks aus der Redaktion von B5 Aktuell versucht Günter Thiel, den (inzwischen ehemaligen) Vorstandsvorsitzenden der PIN Group, zu interviewen. Leider hat ihr die Redaktion einen anderen Günter Thiel ans Telefon in die Schalte geholt.
Schon der Anfang ist königlich:
Journalistin: Der Post-Konkurrent PIN steht vor dem Aus. Erneute Verhandlungen für einen letzten Rettungsversuch sind heute gescheitert. Springer teilte mit, es gebe kein gemeinsames Finanzierungskonzept. Am Telefon ist jetzt der PIN-Chef und Minderheits-Gesellschafter Günter Thiel. Herr Thiel, wie könnte PIN denn jetzt noch gerettet werden?
Günter Thiel: [Überlegt und zögerlich] Das weiß ich jetzt auch nicht genau.
Journalistin : Haben Sie da nicht noch einen letzten Rettungsplan in der Hinterhand, den man noch auf den Tisch legen könnte?
Günter Thiel: [Zögerlich] Muss man wahrscheinlich ganz viel Geld zusammenkratzen, um das dann bezahlen zu können.
Journalistin: Wie viel Geld müsste man denn noch zusammenkratzen?
Günter Thiel: Da fragen Sie mich was, [überlegt kurz] das kann ich Ihnen jetzt nicht sagen.
Journalistin: Herr Thiel, es sind ja neuntausend Mitarbeiter von dieser Insolvenz, wenn sie denn kommt, betroffen…
Günter Thiel: So viele?
…
Das Ganze gibt’s zum hören und komplett transkribiert bei fr-online.de.
PS: Dank an Metze!!
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Nachtrag (9. Februar):
Das Ton-Dokument ist nie in dieser Form gesendet worden, sondern gehört, laut Informationen von B5 aktuell, zu einem Moderatoren-Training. So schreibt es auf jeden Fall der Niggemeier.
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Tags: b5 aktuell, günter, günter thiel, pin, pin group, Radiopanne, Schalte, Telefon, thiel
Januar 31, 2008
Vor einer Woche berichteten die einschlägigen Boulevardmedien von einer Unternehmenspleite, wie sie - in mehr oder weniger gleicher Form - jeden Tag vorkommt. Nur: Der Unternehmer ist kein Unbekannter und seine Frau medial bestens vernetzt. Die Rede ist von Franjo, dem Ehemann von Verona Feldbusch Pooth. Der Unternehmer, der sein Glück mit dem Verkauf von MP3-Spielern untern dem Namen Maxfield versuchte, musste Insolvenz anmelden. Klar, eine persönliche Tragödie. Aber ist das damit automatisch ein Medienthema? Aus meiner Sicht sogar doppelt. Erstens ist die Prominenz des Unternehmers Pooth ein Nachrichenwert in sich und zweitens beschreibt die Meldung um die Pleite eine wirklich ur-deutsche Denkart: Berufliches Scheitern = persönliches Scheitern. Warum ist das so? Wieso dieser unauflösliche Zusammenhang?
Wer sich die Bild-Artikel zu Gemüte führt, wird sofort verstehen was ich meine. Dort aktiviert Medienprofi Verona eine ganze Armada an Gefühlsprotonen, spricht vom “verlorenem Gewicht”, Unmengen von Zigaretten und durchlittenen Nächten. Natürlich leidet Pooth. Wer sein Lebenswerk durch die Finger rieseln sieht, ist nun mal mit den Nerven am Boden. Doch hier kommt die Krux: Das deutsche Verständnis vom Unternehmertum ist ein durch und durch konservatives. Wer als Kleinunternehmer auf der sprichwörtlichen Schnautze landet, dem ist Häme und Spott gewiss. Die deutsche Seele verzeiht keine Patzer. Das Entrepeneur-Stehaufmännchen amerikanischer Art gibt es bei uns nicht. “Wer scheitert, muss leiden”, könnte ein sehr deutsches Sprichwort lauten. Es ist (gottseidank) inzwischen möglich, sich aufzuraffen und den Neuanfang zu wagen. Aber warum muss dieses Scheitern und der darauf folgende Neuanfang durch das Tal der Tränen verbunden sein? Warum gilt in bürgerlichen Kreisen das Gesetz “schafft’s net - konnt’s net”?
Die Berichterstattung zum Fall Pooth/Maxfield offenbart die Art und Weise, wie in Deutschland öffentlich mit Pleiten umgegangen wird. Klar wird es durch die Reziprozität der Medienstrategie der Pooths und der BILD-Zeitung: Flucht nach Vorne.
Nur wer einmal gelitten hat, darf wieder ran. Ein bischen us-amerikanische Leichtigkeit könnte uns hier ganz gut tun.
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Tags: BILD, Franjo Pooth, Maxfield, Pleite, Unternehmer, Unternehmertum, Verona Pooth
Januar 23, 2008
Ich hatte das Glück als Zaungast an der DLD Conference 2008* teilnehmen zu können.

Durch die aus allen Nähten platzende Location schritten drei Konferenztage lang (fast) alles, was weltweit im Web 2.0 wichtig ist:
Jimmy Wales (Wikipedia), Marissa Mayer (Google), Matt Cohler (Facebook), Niklas Zennström (Skype, Joost), um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Doch auch aus Kultur und Wissenschaft gaben sich einige interessante Köpfe ein Stelldichein. Craig Venter, David de Rothschild**, Paulo Coelho und Konstantin Grcic diskutierten im Rahmen der Podiumsdiskussionen fleißig um die Wette und tauschten in den Kaffeepausen noch fleißiger Visitenkarten. Wie erwartet, war die Dichte an Businesskaspern erschreckend hoch. Die Veranstaltung gilt als inzwischen übermäßig gehypt. Das zieht neben den echten Denkern, Entwicklern, Kreativen und Finanziers eben auch das übliche Begleitvolk nach sich. Gut finde ich die kritische Auseinandersetzung der Blogger-Szene mit der Konferenz. Nach der Lektüre mehrerer High-Authority-Blogs (danke Technorati) wich mein erster Eindruck jedoch schnell der Erkenntnis, das sich konferenzverwöhnte Szene-Blogger anscheinend nur mit Dingen wie Catering, Steckdosen, Mundgeruch und einer übervollen Location beschäftigen. Mal ganz ehrlich: Über die (teils) hoch interessanten und guten Panels und eine kritische Diskussion über die weniger guten, habe ich in der Blogosphäre bisher wenig lesen können. Zwei Positivbeispiele auf Heise und Medienlese.
Alles in allem war die DLD 2008 ein hoch interessantes Event. Ein Blick in die Video-Highlights lohnt sich auf jeden Fall.
PS: Was ich da noch hinzuzufügen hätte, wäre ein Hinweis für’s nächste Jahr: Foto-Gimmicks wie Naomi Campbell müssen nun wirklich nicht mehr eingeladen werden. Ihr Nicht-Erscheinen beim Africa Revisited-Panel, welches hoch interessant war und durch Naomis Auftauchen wohl möglich inhaltlich abgewertet worden wäre, lag nicht, wie die Bunte berichtete, an akuter Schüchternheit des Supermodels, sondern an massiver Divenhaftigkeit (10 Minuten nach vereinbartem Eintreffen föhnte sie sich in ihrer Suite im benachbarten Bayerischen Hof noch die Haare).
* Die DLD Conference (Digital Life Design, vormals “Digital-Lifestyle-Day”) ist ein Get-Together vieler Choriphäen aus digitalen Medien, Wissenschaft und Kultur. Ins Leben gerufen wurde die DLD Conference vom Burda Medienkonzern. In diesem Jahr ging die Veranstaltung in die vierte Runde und entwickelt sich inzwischen zügig zum Klassentreffen der Web 2.0-Community. Egal ob Google, Yahoo!, Facebook, StudiVZ, Xing, YouTube oder Wikipedia, alles was an großen und kleinen Blutkörperchen durch die Venen des Internets pocht, versammelt sich im Januar im Münchner HVB-Forum, um Ideen auszutauschen, interessanten Vorträgen zu lauschen und im Anschluss nach Davos zu düsen. By the way: Terminlich lebt die DLD in völliger und gewollter Abhängigkeit vom Weltwirtschaftsforum. Das ist auch so in Ordnung. Denn so kommen viele interessante Köpfe auch zur DLD, die eigentlich nur in die Schweiz zum Skifahren Weltverändern fahren würden.
** Wieso, um Himmels Willen, ist David Rothschild nicht nur scheisse eloquent, sieht scheisse gut aus, kann scheisse gut reden und ist dabei auch noch so VERDAMMT nett? Er plaudert mit jedem, egal ob das jetzt Jimmy Wales, die Journalistin eines Radioprogramms oder ein Münchner Kommunikationswissenschaftsstudent ist, als ob sie sich schon ewig kennen würden und ist auch noch grundhöflich dabei. Das irritiert mich irgendwie…Kann der Kerl nicht einfach arrogant sein? Dann müsste man (zumal als Geschlechtsgenosse ) nicht ganz so neidisch sein!
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Tags: 2.0, Conference, Craig Venter, David Rothschild, DLD, DLD2008, Jimmy Wales, Marissa Mayer, Matt Cohler, Niklas Zennström, Paulo Coelho, Web
Dezember 11, 2007
Liebe Freunde der erquicklichen Klänge,
lange ist’s her und doch möchte ich kurz darauf hinweisen. Im Jahr 1980 wurde die Compact Disc erfunden und revolutionierte in Folge den Musikmarkt, genau wie es vor ihr die Schallplatte und nach ihr die MP3 getan hat. Doch genau hier liegt auch schon das Problem, auf das ich zu sprechen kommen möchte: Die MP3 ist - genau wie die Compact Disc - ein digitales Medium. Nur kommt sie gänzlich ohne Hülle - neudeutsch “Cover” - aus. Beschwerten sich die Musik-Ästheten zur Zeit des Umstiegs von der Platte auf die CD bereits über das verkleinerte Cover, dass der Gestaltungsfreiheit einige Grenzen setzte, so ist die Entwicklung der letzten zwei Jahre viel dramatischer: Es gibt gar keine Cover mehr. Sie sind nahezu obsolet geworden. Eine Entwicklung, die ich mit Kopfschmerzen verfolge. “Entspann’ Dich”, werden die Einen jetzt rufen. “Schließlich erleben wir seit 6-7 Jahren die Renaissance der Schallplatte.” Mag sein. Aber ich bin nun mal 26 Jahre alt. Und ich bin, verdammt nochmal, mit der CD und nicht mit der Platte aufgewachsen. Ich bin keine “Generation Schallplatte”, “Generation Golf” “Generation X” und auch keine “Generation Hampelpampel-gottnocheins”… Ich bin quasi parallel mit der Compact Disc auf die Welt gekommen und das bindet mich an diese reflektierende Scheibe - irgendwie….
…Also doch Generation CD ?
Wie dem auch sei. Die Schallplatte steht nicht unter Beschuss. Die schwarze Vinyl, ob man ein DJ oder “Rare-Grooves“-Freak ist, lieben alle.
Bei der MP3 ist das anders. Die Vinyl und die CD besaßen beide noch diesen “Haben-Will”-Bonus, den die MP3 vermissen lässt. Zu beliebig und massig ist die Auswahl an Musik auf dem iPod, zu belanglos das Geklicke durch Musik-Dateilisten mit 3.000 Titeln. Wer Musik noch als Gesamtkunstwerk genießen will, der kommt um die drehenden Teller mit ihren wundervollen Booklets nicht herum. Das Magazin ARTinvestor besang zuletzt die große Kunst des Cover-Designs, dass seine Blüte in den 70er und 80er Jahren hatte, jedoch bis heute eine tolle Form ist, Kunst auf angenehme Weise mit Kommerz zu verbinden und einer breiten Masse zugänglich zu machen.
Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen: Um meinem Begehren, die CD zu retten Nachdruck zu verleihen, rufe ich die Aktion

“Rettet die Compact Disc” ins Leben. Das Logo soll, angelehnt an die Markenauftritte vieler Hilfsorganisationen, die Schutzbedürftigkeit der CD verdeutlichen. Hier noch mal in “groß” zum Speichern.

Und da die moderne Agit-Prop nicht mehr ohne das entsprechende Merchandising auskommt, habe ich flugs einen T-Shirt-Shop für alle Baumwollhemden-Junkies eingerichtet.

Also an Alle Tonfreunde und Altersgenossen: “Spread the word!” Ich will, dass die CD weiterlebt.
(Das muss jetzt echt mal gesagt werden).
Wer Lust hat, das Projekt zu unterstützen und/oder Ideen hat, kann sich gerne bei mir melden [kaspar at naggen.de].
Cheers, K
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Dezember 10, 2007
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Dezember 4, 2007
Dein Notebook als Werbefläche vermarkten? Geile Idee, oder?

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November 22, 2007

Welche definitorischen Probleme habt Ihr so ;-)?
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