Archiv für 'Music'Kategorie
April 21, 2008
Oft beschreiben Musik-Kritiker Cover-Songs mit Adjektiven wie gefällig, langweilig, anbiedernd, schnöde, trocken oder zu laut, zu schnell, zu langsam, zu nouvelle vague, etc.
Ich bin mir ganz sicher, dass auf die Cover-Songs von Wing Han Tsang keines dieser Adjektive passen würde. Diese ..ääh.. Ausnahmekünstlerin schwebt da in ganz anderen Welten.

Besucht Wing doch mal auf Ihrer Homepage. Dankenswerterweise hat sie dort eine eklektische Anzahl von Musikbeispielen hinterlegt, die es dem geneigten Interessenten ermöglicht, sich ein paar Beispiele ihrer Schaffenskraft zu Gemüte zu führen.
Ich weiss tatsächlich nicht, was man dazu sagen soll. Am besten einfach selber hören. Besonders zu empfehlen ist Wings Vergewaltigung Interpretation von AC/DCs “Highway to Hell“, die - man höre und staune - nebst anderen Machwerken auf iTunes zu bekommen ist.
PS: Ich rate im Übrigen dringend vom Genuss der Musik ab, falls man in den letzten 16 Stunden a) stressige Arbeit zu verrichten hatte, b) Tinnitus-Patient ist oder c) noch mal im Leben ohne Lachkrämpfe in ein Karaokebar gehen möchte. Wer Wing gehört hat, wird verstehen…
Dank an Christoph von damocles.de für’s Entdecken.
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Tags: Han, Hong Kong, Karaoke, Neu Seeland, Skurriles, Tsang, Wing, Wing Han Tsang
März 29, 2008
Was ist denn jetzt passiert?
Dieser Song ist nicht das Ergebnis von Genius und Gespür (alte musikalisch-inszenatorische Madonna-Tugenden) sondern von Getriebenheit und Wannabe-Coolness. Eigentlich schreibe ich hier lieber über Musik, die mir besonders gut gefällt anstatt mir das Maul über musikalische Katastrophen zu zerreissen. Aber Madonnas “Neue” ist dermaßen peinlich, dass ich nicht anders kann, als es hier zu posten.

4 Minutes” verströmt den übelriechenden Odeur von Verzweiflung. Meint die Ciccone tatsächlich, mit Pubertäts-Pop punkten zu müssen? Meine Güte. Das hat Sie als eine der letzten großen Superstars der Musikbranche nun wirklich nicht nötig. An sich verträgt sich Madonnas Œuvre mit Abba-Pop-Exzessen à la “Confessions on the Dancefloor”. Aber mit dieser Timbaland/-lake-Kooperation hat sie den Bogen endgültig überspannt. Diese Ikone der musikalischen Neuzeit spielt mit diesem Album/Release ab heute endgültig keine Rolle mehr für mich.
Nachtrag:
Ich erinnere mich schwach an eine Gossip-Meldung aus Popbitch, dass Madonnas Ehemann Guy Ritchie fluchtartig das Tonstudio verlassen haben soll, in dem Madonna ihre neue Platte aufgenommen hat. Scheint mir, als ob wenigstens einer in der Familie seinen guten Geschmack behalten hat.
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Tags: 4 Minuten, 4 Minutes, Ciccone, Grauen, Madonna, Musik
Februar 25, 2008
Yes, yes, yes…..Sebastien Tellier hat es wieder getan. Und es ist sehr geil geworden!
Seit ein paar Tagen ist sein neues Album draußen. Es heisst “Sexuality” und kann so einiges! Sebastien elektro-funzel-popt so irre lässig daher, dass ich die Pladde einfach nicht mehr aus dem Player nehmen kann. Die beiden Tracks “Sexual Sportswear” und “Divine” (via Yellow Stereo) sind zwar die am besten vermarktbaren Perlen, ich persönlich finde aber, dass “Roche” der vielleicht geilste Tellier-Track überhaupt ist und das größte Potential hat, den Mann in einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. 
Das das nicht mehr lange auf sich warten lässt, liegt aber auch an jemand anderem: Das komplette Album ist nämlich nicht von irgendwem produziert worden,sondern vom französischen Elektro-Gott Guy-Manuel de Homem-Christo höchstselbst. Das hört man zwar in fast jeder Note, fusioniert aber überaus elegant mit Telliers Gesang und der Air-artigen Samtigkeit des Slow-Mo-Musikers. Eine Zeit lang hat man ihm sogar nachgesagt, den Stil von Air einfach zu kopieren. Hört man seine älteren Platten, könnte man diesen Satz sogar unterstreichen. Mit “Sexuality” (einer 11 Stücke langen Mediation über das Liebe-machen) ist dieser Vorwurf aber nichtig. Die Musik von Sebastien Tellier ist eigenständig aber trotzdem nicht erwachsen. So eigenwillig, wie sie früher war, ist sie aber nicht mehr. Dazu ist zuviel Poppen mit im “Sexuality” dabei.
Wer mit dem Namen Sebastien Tellier nichts anfangen kann, kennt zumindest seinen 2004′er Erfolg “La Ritournelle“. Ich habe den Song schon immer geliebt und neulich auf Yellow Stereo den begnadeten Metronomy-Remix gefunden.
Also: Reinhörn!
PS :La Ritournelle = Der Bänkelsang
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Tags: Christo, Divine, Guy, Guy-Manuel de Homem-Christo, Homem, Manuel, Ritournelle, Sebastien, Sebastien Tellier, Sexual Sportswear, Sexuality, Tellier
Januar 10, 2008
Und noch ein Knaller aus den Gefilden der Ibiza-lastigen Elektronikmusik: Thomas Schwartz’ “Jupiter Calling” kann was. Also, reinhören (download)!!
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Januar 10, 2008
Das Original von 1999 (Label: Distinct’ive Breaks) war einer DER Ibiza-Chillout-Tracks. Rumgammeln am Strand war damals ja ziemlich hip. Mein Garant für die nächste Generation der elektronischen Musik, der kanadische Youngster Deadmau5, hat das Ding neu remixt und n.m.E. einen absoluten Oberknaller hingelegt. Aber hört selbst:

Mehr über Hybrid hier
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Dezember 19, 2007
In der Tradition von Agathe Bauer veranstalten einige Radiosender momentan einen VerHörer-Sport. Wie es Axel Hacke bereits vor gut drei Jahren in seiner wöchentlichen SZ-Magazin-Kolumne “Mein Leben” austrampelte, gibt es auch in der heutigen verdenglischten Zeit noch den einen oder anderen amüsanten “Verhörer” bei englischen Liedtexten. Aber, hört doch einfach selbst.


Aufgegriffen von 104.6 RTL, Hit Radio FFH und Antenne Bayern.
Einen herrlichen Zusammenschnitt findet man auf unf-unf.de.
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Tags: Agathe, Anneliese, Bauer, fiel, ins, Klo, nicht, Oma, popel
Dezember 11, 2007
Liebe Freunde der erquicklichen Klänge,
lange ist’s her und doch möchte ich kurz darauf hinweisen. Im Jahr 1980 wurde die Compact Disc erfunden und revolutionierte in Folge den Musikmarkt, genau wie es vor ihr die Schallplatte und nach ihr die MP3 getan hat. Doch genau hier liegt auch schon das Problem, auf das ich zu sprechen kommen möchte: Die MP3 ist - genau wie die Compact Disc - ein digitales Medium. Nur kommt sie gänzlich ohne Hülle - neudeutsch “Cover” - aus. Beschwerten sich die Musik-Ästheten zur Zeit des Umstiegs von der Platte auf die CD bereits über das verkleinerte Cover, dass der Gestaltungsfreiheit einige Grenzen setzte, so ist die Entwicklung der letzten zwei Jahre viel dramatischer: Es gibt gar keine Cover mehr. Sie sind nahezu obsolet geworden. Eine Entwicklung, die ich mit Kopfschmerzen verfolge. “Entspann’ Dich”, werden die Einen jetzt rufen. “Schließlich erleben wir seit 6-7 Jahren die Renaissance der Schallplatte.” Mag sein. Aber ich bin nun mal 26 Jahre alt. Und ich bin, verdammt nochmal, mit der CD und nicht mit der Platte aufgewachsen. Ich bin keine “Generation Schallplatte”, “Generation Golf” “Generation X” und auch keine “Generation Hampelpampel-gottnocheins”… Ich bin quasi parallel mit der Compact Disc auf die Welt gekommen und das bindet mich an diese reflektierende Scheibe - irgendwie….
…Also doch Generation CD ?
Wie dem auch sei. Die Schallplatte steht nicht unter Beschuss. Die schwarze Vinyl, ob man ein DJ oder “Rare-Grooves“-Freak ist, lieben alle.
Bei der MP3 ist das anders. Die Vinyl und die CD besaßen beide noch diesen “Haben-Will”-Bonus, den die MP3 vermissen lässt. Zu beliebig und massig ist die Auswahl an Musik auf dem iPod, zu belanglos das Geklicke durch Musik-Dateilisten mit 3.000 Titeln. Wer Musik noch als Gesamtkunstwerk genießen will, der kommt um die drehenden Teller mit ihren wundervollen Booklets nicht herum. Das Magazin ARTinvestor besang zuletzt die große Kunst des Cover-Designs, dass seine Blüte in den 70er und 80er Jahren hatte, jedoch bis heute eine tolle Form ist, Kunst auf angenehme Weise mit Kommerz zu verbinden und einer breiten Masse zugänglich zu machen.
Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen: Um meinem Begehren, die CD zu retten Nachdruck zu verleihen, rufe ich die Aktion

“Rettet die Compact Disc” ins Leben. Das Logo soll, angelehnt an die Markenauftritte vieler Hilfsorganisationen, die Schutzbedürftigkeit der CD verdeutlichen. Hier noch mal in “groß” zum Speichern.

Und da die moderne Agit-Prop nicht mehr ohne das entsprechende Merchandising auskommt, habe ich flugs einen T-Shirt-Shop für alle Baumwollhemden-Junkies eingerichtet.

Also an Alle Tonfreunde und Altersgenossen: “Spread the word!” Ich will, dass die CD weiterlebt.
(Das muss jetzt echt mal gesagt werden).
Wer Lust hat, das Projekt zu unterstützen und/oder Ideen hat, kann sich gerne bei mir melden [kaspar at naggen.de].
Cheers, K
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November 30, 2007
Die New Yorker Metro Area-Jungs Morgan Geist und Darshan Jesrani haben im Jahr 2002 einen großartigen Beitrag zur Entschleunigung von Dancefloor-Musik geleistet. und dabei waren sie keineswegs “loungig”!
Ihr Debüt “Metro Area” war als Konzeptalbum angelegt. Die New Yorker vermochten klassische Boogie-Grooves und entspannt-kitschfreie Disco Sounds mit einer nicht gekannten Leichtigkeit zu vermengen - eine Leistung für die ihnen die Szene Respekt gezollt hat. Für mich persönlich ist das Album eines der besten House-Alben seit Jahren. Seit dem ich sie besitze, habe ich immer eine Kopie im Auto-CD-Player oder in greifbarer Nähe liegen. Es gibt einfach nichts besseres, wenn man stressfrei aber knie-wippend durch den Abendverkehr gen Heimat fahren will. Irgendwie fließt dann alles besser und die regenverschleierten Scheinwerferschwaden verwandeln sich in 70’s Strobes und Flower-Effects und man wähnt sich in einem New Yorker Clubkeller der späten 70er.
All die Jahre ging das gut. Doch so langsam wurde es mal wieder Zeit für was Neues.
Und nun: endlich, endlich, endlich haben sich Geist und Jesrani dazu entschieden, etwas Neues unter dem Namen Metro Area zu veröffentlichen. Das wurde auch mal Zeit, immerhin sind sie mit ihrem Baby bereits seit 1999 unterwegs [Label: Environ]. Die nun veröffentlichte EP heisst “7″ und enthält den Song “Read my Mind” in drei Mixes (Original, Instrumental, Special Dub) sowie eine B-Side namens “Erodyne”.

“7″ kann allen Beat-Wippern, Bootieshakern und Disco-Tänzern wärmstens empfohlen werden. Jedoch überzeugt “Read my mind” nur bedingt, wenn man sich die Qualität der älteren Sachen nochmals zu Gemüte führt. Die älteren Tracks sind nicht ganz so gefällig wie “Read my mind” und verströmen noch das reine Destillat des Metro Area -Geistes.
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