Archiv für 'Music'Kategorie

Agathe Bauer ist zurück - Oder: “Ohh, Anneliese popel nicht”

Dezember 19, 2007

In der Tradition von Agathe Bauer veranstalten einige Radiosender momentan einen VerHörer-Sport. Wie es Axel Hacke bereits vor gut drei Jahren in seiner wöchentlichen SZ-Magazin-Kolumne “Mein Leben” austrampelte, gibt es auch in der heutigen verdenglischten Zeit noch den einen oder anderen amüsanten “Verhörer” bei englischen Liedtexten. Aber, hört doch einfach selbst.


Aufgegriffen von 104.6 RTL, Hit Radio FFH und Antenne Bayern.

Einen herrlichen Zusammenschnitt findet man auf unf-unf.de.

Helden der Moderne

Dezember 14, 2007

Rettet die Compact Disc

Dezember 11, 2007

Liebe Freunde der erquicklichen Klänge,

lange ist’s her und doch möchte ich kurz darauf hinweisen. Im Jahr 1980 wurde die Compact Disc erfunden und revolutionierte in Folge den Musikmarkt, genau wie es vor ihr die Schallplatte und nach ihr die MP3 getan hat. Doch genau hier liegt auch schon das Problem, auf das ich zu sprechen kommen möchte: Die MP3 ist - genau wie die Compact Disc - ein digitales Medium. Nur kommt sie gänzlich ohne Hülle - neudeutsch “Cover” - aus. Beschwerten sich die Musik-Ästheten zur Zeit des Umstiegs von der Platte auf die CD bereits über das verkleinerte Cover, dass der Gestaltungsfreiheit einige Grenzen setzte, so ist die Entwicklung der letzten zwei Jahre viel dramatischer: Es gibt gar keine Cover mehr. Sie sind nahezu obsolet geworden. Eine Entwicklung, die ich mit Kopfschmerzen verfolge. “Entspann’ Dich”, werden die Einen jetzt rufen. “Schließlich erleben wir seit 6-7 Jahren die Renaissance der Schallplatte.” Mag sein. Aber ich bin nun mal 26 Jahre alt. Und ich bin, verdammt nochmal, mit der CD und nicht mit der Platte aufgewachsen. Ich bin keine “Generation Schallplatte”, “Generation Golf” “Generation X” und auch keine “Generation Hampelpampel-gottnocheins”… Ich bin quasi parallel mit der Compact Disc auf die Welt gekommen und das bindet mich an diese reflektierende Scheibe - irgendwie….

…Also doch Generation CD ?

Wie dem auch sei. Die Schallplatte steht nicht unter Beschuss. Die schwarze Vinyl, ob man ein DJ oder “Rare-Grooves“-Freak ist, lieben alle.
Bei der MP3 ist das anders. Die Vinyl und die CD besaßen beide noch diesen “Haben-Will”-Bonus, den die MP3 vermissen lässt. Zu beliebig und massig ist die Auswahl an Musik auf dem iPod, zu belanglos das Geklicke durch Musik-Dateilisten mit 3.000 Titeln. Wer Musik noch als Gesamtkunstwerk genießen will, der kommt um die drehenden Teller mit ihren wundervollen Booklets nicht herum. Das Magazin ARTinvestor besang zuletzt die große Kunst des Cover-Designs, dass seine Blüte in den 70er und 80er Jahren hatte, jedoch bis heute eine tolle Form ist, Kunst auf angenehme Weise mit Kommerz zu verbinden und einer breiten Masse zugänglich zu machen.

Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen: Um meinem Begehren, die CD zu retten Nachdruck zu verleihen, rufe ich die Aktion

savethecd_header_small.jpg

Rettet die Compact Discins Leben. Das Logo soll, angelehnt an die Markenauftritte vieler Hilfsorganisationen, die Schutzbedürftigkeit der CD verdeutlichen. Hier noch mal in “groß” zum Speichern.

Save the CD - Klein

Und da die moderne Agit-Prop nicht mehr ohne das entsprechende Merchandising auskommt, habe ich flugs einen T-Shirt-Shop für alle Baumwollhemden-Junkies eingerichtet.

Save the CD - T-Shirt

Also an Alle Tonfreunde und Altersgenossen: “Spread the word!” Ich will, dass die CD weiterlebt.
(Das muss jetzt echt mal gesagt werden).
Wer Lust hat, das Projekt zu unterstützen und/oder Ideen hat, kann sich gerne bei mir melden [kaspar at naggen.de].
Cheers, K

Metro Area / 7

November 30, 2007

Die New Yorker Metro Area-Jungs Morgan Geist und Darshan Jesrani haben im Jahr 2002 einen großartigen Beitrag zur Entschleunigung von Dancefloor-Musik geleistet. und dabei waren sie keineswegs “loungig”!

Ihr Debüt “Metro Area” war als Konzeptalbum angelegt. Die New Yorker vermochten klassische Boogie-Grooves und entspannt-kitschfreie Disco Sounds mit einer nicht gekannten Leichtigkeit zu vermengen - eine Leistung für die ihnen die Szene Respekt gezollt hat. Für mich persönlich ist das Album eines der besten House-Alben seit Jahren. Seit dem ich sie besitze, habe ich immer eine Kopie im Auto-CD-Player oder in greifbarer Nähe liegen. Es gibt einfach nichts besseres, wenn man stressfrei aber knie-wippend durch den Abendverkehr gen Heimat fahren will. Irgendwie fließt dann alles besser und die regenverschleierten Scheinwerferschwaden verwandeln sich in 70’s Strobes und Flower-Effects und man wähnt sich in einem New Yorker Clubkeller der späten 70er.

All die Jahre ging das gut. Doch so langsam wurde es mal wieder Zeit für was Neues.
Und nun: endlich, endlich, endlich haben sich Geist und Jesrani dazu entschieden, etwas Neues unter dem Namen Metro Area zu veröffentlichen. Das wurde auch mal Zeit, immerhin sind sie mit ihrem Baby bereits seit 1999 unterwegs [Label: Environ]. Die nun veröffentlichte EP heisst “7″ und enthält den Song “Read my Mind” in drei Mixes (Original, Instrumental, Special Dub) sowie eine B-Side namens “Erodyne”.

Metro Area Cover

“7″ kann allen Beat-Wippern, Bootieshakern und Disco-Tänzern wärmstens empfohlen werden. Jedoch überzeugt “Read my mind” nur bedingt, wenn man sich die Qualität der älteren Sachen nochmals zu Gemüte führt. Die älteren Tracks sind nicht ganz so gefällig wie “Read my mind” und verströmen noch das reine Destillat des Metro Area -Geistes.

Die Wahrheit über Hip-Hop

November 21, 2007

Auch wenn dieser Werbespot für das alljährlich stattfindende “San Francisco Jazz Festival” effektvoll übertreibt, steckt doch eine Menge Wahrheit in dem Spot. Ich vernachlässige hier mal eine Diskussion über die “Realness” von Baggyhosentragenden, Vibez und Skillz produzierenden Freizeit-Gangstern und beschränke mich auf die musikhistorische Herkunft des Hip-Hop. Denn diese liegt bekanntermaßen im Rhythm and Blues der 1940er Jahre, der wiederum aus den afroamerikanisch geprägten Jazz-Anfängen, dem historischen Blues und auch aus dem Ragtime entstanden ist. Genau wie im Jazz, zählt im Hip-Hop die Kunst der Improvisation, auch wenn die instrumentalen Improvisationsleistungen des Hip-Hop eher unbedeutend sind.

Zwar kann man - objektiv gesehen - nur noch wenige Parallelen zwischen Jazz und Hip-Hop ziehen, aber das ist auch nicht wirklich entscheidend. Wichtig ist zu erkennen, dass alles in sich verwoben ist - dass sich in der Welt der Musik alles bewegt, alles bedingt und alles “versteht”. Gerade Jazz und Hip-Hop sind zwei Stile die beweisen, dass die Musik nach allen Seiten Tür und Tor offen halten muss, um immer lebendig zu sein. Der Jazz hat den Beweis bereits erbracht. Ich gehe fest davon aus, dass es der Hip-Hop dem Jazz gleich tun wird.

The Cool Kids - 88

November 13, 2007

Let’s take it back to the old school….

Diesen Jungs prophezeie ich noch eine ganz große Karriere. Die Beats sind so unglaublich geil.

Der Untergang des Abendlandes

November 13, 2007

Autsch!

Bereits seit 1-2 Jahren beobachten wir Hamburger mit Sorge eine zunehmende “Berlinisierung” des deutschen Hip-Hop: Aggro Sido, Aggro Bushido, Aggro Sonstnocheins … und kein Ende.

Doch was Aggro “B-Tight” so macht, toppt einfach alles:

Let’s start playing…

November 12, 2007

Es ist an der Zeit, die vergessenen Perlen der Vergangenheit herauszukramen.

Da fiel mir spontan dieser unglaubliche Soul-Kracher von Full Intention “Stop playing with my mind”, gesungen von good ol’ House-Mama Barbara Tucker, ein. Erschienen ist das Ding auf

StrictlyRhythm

Für das kommende Jahr ist übrigens ein “Electro”Remix Release vorgesehen: Shifty DJ’s Ft Barbara Tucker - Stop playing 2008.
Das Ganze ist aber eher mäßig funky. Auch hier gilt mal wieder: “Stick to the original!”

Moonlight Welfare

Oktober 23, 2007

Moonbootica is back!

Adam K & Soha - Twilight

Oktober 21, 2007

Ich bin normalerweise kein Freund von Trance, Techno und Rave. Wenn ein Track aber so zeit- und schwerelos dahin fließt, wie Adam K & Soha’s “Twilight (Original Mix)”, dann muss ich meine rigorose, musikalische Grenzenziehung nochmals überdenken. Es ist generell ein


Phänomen der letzten Jahre, dass sich House, Electro und Trance auf sehr elegante Art und weise vermengen können. Vorbei mit dem Gefühl, sich in eine Menge aus Neopren-Stoff bekleideten, bunt frisierten und irgendwie provinziellen Menschen einreihen zu müssen, wenn man Tracks wie diese mag. Hier noch ein bildhaftes Beispiel, um meinen Ausführungen Ausdruck zu verleihen.Jetzt aber mal reinhören (auf das Bild klicken).

…oder hier