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Madonnas “4 Minutes”- Vier Minuten des Grauens

März 29, 2008

Was ist denn jetzt passiert?
Dieser Song ist nicht das Ergebnis von Genius und Gespür (alte musikalisch-inszenatorische Madonna-Tugenden) sondern von Getriebenheit und Wannabe-Coolness. Eigentlich schreibe ich hier lieber über Musik, die mir besonders gut gefällt anstatt mir das Maul über musikalische Katastrophen zu zerreissen. Aber Madonnas “Neue” ist dermaßen peinlich, dass ich nicht anders kann, als es hier zu posten.

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4 Minutes” verströmt den übelriechenden Odeur von Verzweiflung. Meint die Ciccone tatsächlich, mit Pubertäts-Pop punkten zu müssen? Meine Güte. Das hat Sie als eine der letzten großen Superstars der Musikbranche nun wirklich nicht nötig. An sich verträgt sich Madonnas Œuvre mit Abba-Pop-Exzessen à la “Confessions on the Dancefloor”. Aber mit dieser Timbaland/-lake-Kooperation hat sie den Bogen endgültig überspannt. Diese Ikone der musikalischen Neuzeit spielt mit diesem Album/Release ab heute endgültig keine Rolle mehr für mich.

Nachtrag:
Ich erinnere mich schwach an eine Gossip-Meldung aus Popbitch, dass Madonnas Ehemann Guy Ritchie fluchtartig das Tonstudio verlassen haben soll, in dem Madonna ihre neue Platte aufgenommen hat. Scheint mir, als ob wenigstens einer in der Familie seinen guten Geschmack behalten hat.

Neues vom “Bänkelsänger”

Februar 25, 2008
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Yes, yes, yes…..Sebastien Tellier hat es wieder getan. Und es ist sehr geil geworden!

Seit ein paar Tagen ist sein neues Album draußen. Es heisst “Sexuality” und kann so einiges! Sebastien elektro-funzel-popt so irre lässig daher, dass ich die Pladde einfach nicht mehr aus dem Player nehmen kann. Die beiden Tracks “Sexual Sportswear” und “Divine” (via Yellow Stereo) sind zwar die am besten vermarktbaren Perlen, ich persönlich finde aber, dass “Roche” der vielleicht geilste Tellier-Track überhaupt ist und das größte Potential hat, den Mann in einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. sexuality.jpg
Das das nicht mehr lange auf sich warten lässt, liegt aber auch an jemand anderem: Das komplette Album ist nämlich nicht von irgendwem produziert worden,sondern vom französischen Elektro-Gott Guy-Manuel de Homem-Christo höchstselbst. Das hört man zwar in fast jeder Note, fusioniert aber überaus elegant mit Telliers Gesang und der Air-artigen Samtigkeit des Slow-Mo-Musikers. Eine Zeit lang hat man ihm sogar nachgesagt, den Stil von Air einfach zu kopieren. Hört man seine älteren Platten, könnte man diesen Satz sogar unterstreichen. Mit “Sexuality” (einer 11 Stücke langen Mediation über das Liebe-machen) ist dieser Vorwurf aber nichtig. Die Musik von Sebastien Tellier ist eigenständig aber trotzdem nicht erwachsen. So eigenwillig, wie sie früher war, ist sie aber nicht mehr. Dazu ist zuviel Poppen mit im “Sexuality” dabei.

Wer mit dem Namen Sebastien Tellier nichts anfangen kann, kennt zumindest seinen 2004′er Erfolg “La Ritournelle“. Ich habe den Song schon immer geliebt und neulich auf Yellow Stereo den begnadeten Metronomy-Remix gefunden.

Also: Reinhörn!
PS :La Ritournelle = Der Bänkelsang