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Benebelter Schwarz-Weiß-Moralismus

4. Juni 2007
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In Rostock „brennt“ der Asphalt. Autonome Krawallmacher nutzen den weltweiten Protest gegen den G8-Gipfel als Plattform für ihren unpolitisch stumpfen Hooliganismus.

Das allein verwundert nicht – es ist schließlich nichts Neues.

Doch die politische Naivität der globalisierungskritischen Protestveranstalter spielt den Krawallmachern beim G8-Protest gekonnt in die Hände.

Medien und internationale Stars tun ihr übriges: Es ist bei dem medial fast mainstream-haften Protestgebahren recht einfach sich mit einer oppositionellen Haltung unter die Fahnen der „Guten“ zu stellen. Ein bi-polarer Schwarz-Weiss-Moralismus schädigt das Ansehen und die Legitimität des friedlichen politischen Protestes. Ein Schaden, der zwei Tage vor Gipfelbeginn wohl nicht mehr zu reparieren ist.

Nur sollten sich friedliche linke Aktionsbündnisse die Frage stellen, ob sie diese Entwicklung durch eine rechtzeitige Distanzierung von autonomen Krawallos hätten verhindern können. Dadurch, dass sie es erst im Nachhinein getan haben, müssen sie sich dem Vorwurf gefallen lassen, dem gewaltbereiten extremen Rand heimlich Tür und Tor geöffnet zu haben. Eine unschöne Entwicklung.

Biedermänner und Brandstifter – Spiegel Online

Was ist eigentlich G8? – Readers Edition (Tendenzös)

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