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Der Kölner an sich

3. November 2008

Es ist nicht fair von mir das zu posten.
Phili, ich hatte versprochen, Dir den Vortritt zu lassen…

Aber ich kann nicht anders🙂

Man kann fast überall leben. In Düsseldorf, Cottbus, Braunschweig, sogar in München, aber in Köln das geht gar nicht. Man ist es da Scheiße! Die ganze Stadt ist eng und laut, es gibt entschieden zu viel hässliche Kirchen und der Fluss sieht aus, wie die Einfahrt zum Containerhafen Rotterdam. Mitten in die zugebaute Innenstadt drängelt sich ein Dom, arrangiert wie von unten durch ‘ne Betonplatte geschossen. Grauenhaft! Der Rest der Gegend ist City von der Stange: Schlecker, Grillrestaurant Athen, Karstadt, Joop- und Aldimarkt. Nicht weiter schlimm, so sieht’s halt überall aus im Land der Bekloppten und Bescheuerten.

In Köln kommt aber erschwerend hinzu, dass der behämmerte Ureinwohner sein Debilenkaff tatsächlich für ‘ne scharfe Metropole hält. Und genau das macht den Aufenthalt in der Mediendeponie am Rhein so unerträglich. Es ist nicht die 08/15-Stadt, es sind die blöden Leute. Ein unerträglich, von sich selbst eingenommener Menschenschlag, vulgär, laut und zotig.

Extra für diese Hominiden werden Primitivprodukte hergestellt, die es sonst – zum Glück – nirgends gibt. Ein Bierersatz, der nach Pisse schmeckt und eine Beklopptenmusik in Eingeborenensprache. BAP, De Höhner (?), Black Fös (?), Gabi Köster, Hella von Sinnen, RTL, Karneval und Kölsch, so stell ich mir den Eingangsbereich der Hölle vor.

Der Kölner hingegen nicht. Er hält das für normal. Was Wunder, er hat ja sein blödes Köln auch noch nie verlassen. Die höchste vorstellbare Form von Fremdheit und Exotik ist für ihn der Düsseldorfer. Konrad Adenauer, immerhin einige Zeit lang Bundeskanzler, hielt Berlin schon für Russland. Mehr ging eben in die rheinische Runzelrübe nicht rein.

Wie kein anderer Städter dieser Republik findet der Kölner nur gut was aus Köln kommt, zugleich hält sich der Trampel aber für weltoffen und kontaktfreudig. Das sieht in etwa so aus, dass sich in einer Kölner Kaschemme wildfremde Blödiane zu dir an den Tisch setzen und mit ihrem vulgären Dialekt anspucken. Wenn du noch mehr Pech hast, kommt einer der vagabundierenden Urinkellner vorbei und stellt dir ‘ne Stange Jauche vor die Nase. Prost Mahlzeit!

Diese Stadt überlässt man besser den Bekloppten, die’s freiwillig dort aushalten. Wenn man ihn allerdings ärgern will, den Kölner, dann erzählt man ihm, man finde alles Kölsche total Klasse. Die Doofenmucke von BAP, dass jeder schwul ist, den Karneval, einfach alles. Aber am besten fände man das Altbier hier, dass sei ja so was von schweinelecker und würde zu der Stadt passen, wie’n Arsch auf’n Eimer. Spätestens dann darf man sich rühmen, einen Kölner als Feind zu haben.

Noch ne Runde geiler: Hier das Ganze in gesprochener Form:

8 Kommentare leave one →
  1. 25. November 2008 14:09

    Hihi, da ist jemand mit dem falschem Fuß aufgestanden. Das macht nichts. Schlechte Laune vergeht wieder, wenn man Glück hat.

  2. 25. November 2008 15:00

    @Oliver,
    meine Kölner Freunde haben, wie ich auch, herzlich gelacht!
    (Im Übrigen kommt der Text von einem NRW-Radiosender)

  3. 6. Februar 2011 11:19

    🙂 hahhaah ich als kölner imi, finde diesen blog mega geil und in vielen punkten stimme ich euch echt zu. danke. lacht die steff

    • 6. Februar 2011 11:22

      aber du hast einiges vergessen. die kölner sagen oft. neee dat geht nich. das nervt. tun so weltoffen sind aber oberflächlich und wenig herzlich und das man nie links abbiegen kann ist so voll scheisse. unglaublich, was die mit ihrem verkehr machen. so. das musste noch hierhin.😉 kicher. steff

  4. Silke permalink
    10. November 2011 18:15

    „Kölner gehören zu den lockersten, lebenslustigsten Menschen in einem Land das nicht gerade für seine „Don’t worry be happy“ Einstellung bekannt ist“ New York Times.
    Wir Kölner lassen gerne anderen Menschen ihre Meinung, immerhin wollen wir so motziges Volk auch gar nicht bei uns haben😀 und nicht jeder kann in Köln geboren sein und unseren Humor und unsere Tolleranz und Lebensfreude haben😉 Man merkt es euch an. Schönen Abend noch

    • Patrick permalink
      12. September 2012 02:31

      >unseren Humor und unsere Tolleranz und
      Ja, die Kölner LIEBEN die Düsseldorfer und trinken auch gern Alt-Bier. Sooo tolerant sind se. den wollnmersereinlasse-tä-täää Humor lasse ich auch gern in Köln🙂

      >nicht jeder kann in Köln geboren sein
      Was für ein Privileg „in Köln geboren sein“ … nicht jeder würde das in Anspruch nehmen wollen,
      „Diese Stadt überlässt man besser den Bekloppten, die’s freiwillig dort aushalten.“

      >New York Times
      Und dann noch der redaktionelle Hinweis auf eine grosse Zeitschrift.. aus einem grösseren Land aus einer echten Metropole, mit mehr 8 Mio Einwohnern
      da fühlt sich wohl jemand, zu recht, recht klein 🙂 haha

      Schönen Gruss an die „Mediendeponie am Rhein“

  5. Mike Ständer permalink
    12. Dezember 2014 19:44

    Der Verfasser dieses Textes hat mit allem,was er über Köln sagt,genau so recht wie Unrecht und dieser detaillierte satirische Groll ist voller Liebe und für mich eine wahre Homage an meine Heimat und Lieblingsstadt. Als Rheinländer umarme ich alle,die es bei uns nicht aushalten,genau so herzlich,wie alle,die unbedingt bei uns bleiben wollen!

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  1. Lustiges im netz - Aquaristik-Talk.de

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