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Twittern oder nicht twittern, das ist hier die Frage

13. März 2009

Wenn es ein Wort gibt, dass mich in letzter Zeit geradezu verfolgt, dann ist es Twitter. Mittlerweile dürfte den meisten ein Begriff sein, worum es grob bei diesem Zwitscher-Dienst geht. (Als einfache Erklärung dient den letzten Ahnungslosen dieses Video) Doch wo die einen es als sinnlos erachten, SMS an die Welt zu schreiben, um andere Leute, die anscheinend ebensowenig zu tun haben, über den neusten Fleck auf der Hose zu informieren, sehen andere einen unabdingbaren neuen Dienst (ein Freund in einer PR-Agentur pflegt und füttert bspw. sein Netzwerk aus Kunden und Mitarbeitern mit Nützlichem und Erheiterndem und informiert sich zusätzlich über die neusten Trends im Web 2.0)

twitter

Ich schwanke zwischen beiden Standpunkten. Für meine „Arbeit“ als urlaubender Promovierter vor dem Berufseinstieg hat Twitter ehrlich gesagt ziemlich wenig Nutzen im Hinblick auf meine bald beginnende Karriere. Andererseits hänge ich mich gerne an andere Leute, die durch Eigen-Genius und ihr Netzwerk manchmal mit ziemlich genialen Ideen und Websites um die Ecke kommen, die man selbst meist nicht gefunden hätte. Die neusten Info-Happen von Guy Kawasaki, Tim Ferriss und Leo Babauta würden mich beispielsweise brennend interessieren.  Aber braucht man diese auch wirklich??? (Die meisten Infos bekommt man übrigens auch durch deren Blogs.) Die Twitterer unter uns sind ja meist auch die IPhone-Junkies mit T-Flatrate – somit fühle ich mich von Beginn an benachteiligt und werde nie die Warteschlange bei der Post für den Zwitscher-Spass nutzen können. Ehrlich gesagt ist aber Facebook nicht viel anders, vielleicht mehr erratisch und weniger zielgerichtet als ein fokussierter Einsatz von Twitter.

Das eigentliche Problem ist, dass  ich einfach nur informationssüchtig bin, und meine bisherige Twitter-Abwesenheit ist einfach ein (kläglicher) Versuch auf Informationsdiät zu gehen, bzw. die Prokrastinie einfach nicht noch weiter ausarten zu lassen. Produktivitätsguru David Allen hat einen guten Artikel geschrieben, wann Twitter Sinn macht: für die unaufhaltsam Extrovertierten, die mit einer Agenda, die durch Twitter unterstützt wird, und die, die im Web 2.0 auf dem Laufenden bleiben wollen. Am Ende steht seine Erkenntnis „To use social media effectively, just be sure that you aren’t putting more effort in than the result you’re getting“ und meine Erkenntnis „Ich bleibe draußen.“

Erstmal.

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