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Obama erhält den Friedens-Nobelpreis

9. Oktober 2009

obama-friedenspreis

Barack Obama erhält in diesem Jahr den Friedens-Nobelpreis und wurde aus 250 Anwärtern für die Auszeichnung ausgewält. Als Begründung gab das Nobelkomitee an, Obama „für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen Völkern zu stärken“ zu würdigen.

Jetzt aber mal im ernst. Ist das nicht ein bisschen früh für einen US-amerikanischen Präsidenten, der noch nicht einmal ein ganzes Jahr im Amt ist und vorher keine Aufgabe in der internationalen Staatengemeinde oder einer wohltätigen Einrichtung innehatte?

Wird hier ein Präsident geehrt, der durch seine andere Hautfarbe und seinen bewundernswerten Kampf um die Freiheit anders ist als andere? Sollte man nicht lieber das amerikanische Volk ehren, dass die Größe besaß, zum ersten Mal in der Geschichte des Landes einen Schwarzen zu ihrem Präsidenten zu machen?

Obamas bisherige Leistungen sind überschaubar, auch wenn sie ehrenvoll sind. Er bemüht sich um Frieden im Israel-Palästina-Konflikt, wirkt auf eine Reduktion der Atomwaffen hin und zeigt den Willen, mehr für den Umweltschutz zu tun. Alles tolle Ansätze aber bisher wenig Ergebnisse. Es ist schlicht nicht schaffbar, in einem Jahr Amtszeit welche zu erbringen. Aus diesem Grund ist die Vergabe des Preises ein Signal für Frieden, vielleicht sogar Taktik (gegen eine aggressivere US-Haltung ggü. dem Iran?), aber definitiv sinnlos.

Obama hat noch genug Zeit zu beweisen, dass er einer der ganz großen Friedensbewahrer und Erdenbürger ist. Ihn aber jetzt schon ehren? Mal schauen, welche Entscheidungen der von mir verehrte Obama in der nächsten Zeit im Umgang mit Afghanistan, Irak und vor allem Iran fällen muss.

Jimmy Carter wurde der Friedenspreis übrigens auch erst mit 22 Jahren Abstand verliehen.

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2 Kommentare leave one →
  1. Clemens permalink
    9. Oktober 2009 10:51

    Ich finde das zeitliche Gegenargument sehr klasse! Seit dem 11. April 2007 bekleidet Kim Yong-Il des Regierungschefs Nord-Koreas und hat mindestens genauso „aussergewöhnliche Bemühungen“ an den Tag gelegt, die Erde zu verändern ab und zu wieder die Zusammenarbeit zu ermöglichen. Mit selbiger Begründung hätte im Übrigen auch Adenauer nach Hitler und Hamid Karzai nach den Taliban diesen mittlerweile inflationär häufig vergebenen Preis verdient. Aber ich finde es mehr als fair, nachdem Al Gore für einen verlorenen Wahlkampf nun auch mal ein Gewinner diesen Preis zugeführt bekommt. Frau Obahma wird sich aber freuen, da ist dann endlich ein bisschen mehr Geld in der Haushaltskasse für die Erweiterung des Gemüsegartens und für die Anschaffung eines Mähdreschers…

  2. fragmentjunkie permalink
    11. Oktober 2009 19:38

    Obama siet aus wie ein Mann mit einer Mission. Vielleicht wollte man eher die Mission küren und weniger den Mann.
    Jedenfalls ist Obama nicht der Prototyp eines Friedensnobelpreisträgers aber Arafat der Terrorist hat auch einen bekommen. Da finde ich Obamas Wahl besser.

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